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Politik betrifft uns – und das täglich und überall, egal, wo wir uns befinden und was wir gerade tun, häufig, ohne dass wir es merken.

Der PW-Unterricht beschäftigt sich gemäß der ursprünglichen Bedeutung des griechischen Begriffs „politikós“ (= „die Bürgerschaft betreffend“ damit, herauszufinden, welche politischen Mechanismen, Institutionen, internationalen Beziehungen und Konflikte unseren Alltag bestimmen.
Hierbei stehen die Verhaltensweisen (z.B. Wahlverhalten und Wahlkampf) und Interessen von Einzelpersonen (meist PolitikerInnen), Gruppen (z.B. SchülerInnen), Unternehmen (z.B. Banken), Organisationen (z.B. Greenpeace, Gewerkschaften), ganzer Nationen (z.B. Syrien), Parteien sowie politischen Organen (z.B. Bundestag oder -regierung) im Mittelpunkt.

Aktuelle Themen werden stets aufgegriffen und, um den vielfältigen Sichtweisen und Möglichkeiten der Bewertung politischer Geschehnisse gerecht zu werden, steht das Diskutieren im Unterricht im Vordergrund, was jedoch ohne Grundlagen nicht möglich ist. Daher ist die Informationsbeschaffung über Medien, die Beschäftigung mit Filmen, Zeitungs- oder Internetartikeln, aber selbstverständlich auch anderen Textformen, Statistiken oder Karikaturen nach unterschiedlichen Methoden im Unterricht unerlässlich.

PW ist somit ein sehr allgemeinbildendes Fach, da es hilft, Strukturen, die unseren Alltag und unser gesellschaftliches Miteinander bestimmen, zu verstehen. Darüber hinaus fördert es das Selbstbewusstsein durch die Anregung zum kritischen Reflektieren und Argumentieren.
Immer auf dem neusten Stand zu sein und politische Auseinandersetzungen im Unterrichtsgespräch zu ermöglichen, ist für uns LehrerInnen zwar manchmal anstrengend, macht aber großen Spaß.

Jährlich findet ein Tag der Gesellschaftswissenschaften mit Seminaren, Workshops, Diskussionsforen und Expertenrunden für die SchülerInnen der Klassen 10 und 11 statt.


Themenüberblick:
Um dem Anspruch des fächerverbindenden Unterrichts gerecht zu werden und gute Voraussetzungen zu schaffen, kann in Klasse 9 das Wahlpflichtfach Gesellschaftswissenschaften gewählt werden, in dem folgende Inhalte auf politischer, historischer, sozialwissenschaftlicher und geografischer Ebene behandelt werden (pro Halbjahr ein von den SchülerInnen selbst gewähltes Thema):
-    Ägypten (hist. Stätten, Arabischer Frühling, Wasserproblematik, Bevölkerungswachstum, …),
-    Mesopotamien (historische Stätten, Erdölproblematik, Irak-Kriege, Konfliktlösungsmodelle, …)
-    Griechenland (Grundlegung der modernen Demokratievorstellungen, Finanzkrise, …)
-    Australien, Neuseeland, Ozeanien (Ureinwohner, Migrationspolitik, Siedlungsräume, …)
-    bedrohte Völker (hist. und aktuelle Ursachen, Lebensraum, Zukunftsausblick, …)

Als eines der wenigen Gymnasien Berlins bietet die Schule PW als Wahlpflichtfach in Klasse 10 mit einem selbst entwickelten schulinternen Curriculum mit folgenden Inhalten an:
1.    1.Halbjahr: Einführung in das Fach, in Absprache mit den KursteilnehmerInnen aktuelle Themen, zurzeit z. B. Politik Putins, Umgang mit dem IS, Erstarken der AfD, Wahlen in den USA
2.    Halbjahr: Migrationen, Wanderungsbewegungen von und nach Deutschland, rechtliche Stellung im Alltag von MigrantInnen (Asyl, Aufenthaltserlaubnis, …), Wanderungsbewegungen innerhalb der EU und zwischen den Kontinenten, internationale Flüchtlingsarbeit in Problemgebieten (Syrien, Afghanistan, Palästina,…)
 
PW kann als Leistungskurs ab Klasse 11 gewählt werden, bietet sich aber auch als Grundkurs, als drittes (schriftliches) oder viertes (mündliches) Prüfungsfach bzw. wegen seiner vielen Bezüge als fünftes Prüfungsfach an.
In jedem Semester sind zwei Pflichtbereiche und ein (Grundkurs) bzw. zwei Wahlbereiche (Leistungskurs), die mit den Kursteilnehmerinnen abgestimmt werden und sich am aktuellen Geschehen orientieren, zu bearbeiten:


1.    Semester: Demokratie gestern, heute, morgen in Theorie und Praxis, Gegner der Demokratie (NPD, RAF, Terrorismus,...); Wahlbereich: Schule als Lebensraum, Gesellschafts- und Sozialstruktur, Konflikt und Konsens, Wirtschaft;

2.    Semester: Grundgesetz, Globalisierung (nationale Auswirkungen); Wahlbereiche: Partizipation, Demografie und Gesellschaftswandel, Strukturwandel in der Arbeitswelt, Probleme der deutschen Einheit;

3.    Semester: EU gestern, heute, morgen, Machtfaktor EU; Wahlbereiche: europäische Identität, Leben und Arbeit in Europa, Flüchtlingsdebatte;

4.    Semester: Globalisierung (internationale Strukturen), internationale Konflikte; Aufgaben der UN;
Wahlbereiche: Theorien des gegenwärtigen und internationalen Systems, Ökonomie und Ökologie, Kampf um Rohstoffe, Zukunft der Entwicklungspolitik.



 

Aufführung des Leistungskurses PW beim Tag der Gesellschaftswissenschaften: Peter Lustig erklärt die Finanzkrise.

Regelmäßige Exkursionen z.B. zu Bundestagssitzungen, ins Berliner Abgeordnetenhaus oder Führungen durch das Reichstagsgebäude, Besuch eines politischen Kabaretts, Gespräche mit Abgeordneten, die Teilnahme an Diskussionsrunden mit PolitikerInnen und anderen ExpertInnen, die wir manchmal in den Unterricht einladen, z.B. von der Bundeswehr oder der Schwarzkopf-Stiftung für EU-Workshops, sind fester Bestandteil des PW-Unterrichts.
Kursfahrten nach z.B. Brüssel werden angestrebt.

 

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