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Das Fach Ethik hat eine lange Tradition an unserer Schule, da es schon lange vor seiner Einführung als reguläres Fach 2006 im Schulversuch am Primo-Levi-Gymnasium unterrichtet wurde.

Der Unterricht leitet in der Klassenstufe 7 bis 10 in wöchentlich zwei Stunden (Ausnahme: Klasse 9 für bilinguale Klassen nur einstündig) SchülerInnen dazu an, ihren Alltag, ihre Umwelt und die Gesellschaft zu hinterfragen und für sich Lösungsmodell im Umgang mit gesellschaftlichen Gegebenheiten zu entwickeln. Somit bereitet der Unterricht die Lernenden auch auf das Fach Philosophie in der Sekundarstufe II vor.

In einem entsprechend der Entwicklungsphasen eines Jugendlichen gestuften Durchgang erfahren die SchülerInnen in vier Lernfeldern gemäß den kantischen Grundfragen Wege und Möglichkeiten, die Welt und sich zu begreifen:

-    Lernfeld I: Was kann ich wissen? (Elementare Erkenntnistheorie); Zeit/ Raum/ Perspektive; Meinung oder Wissen? Selbst- und Welterkenntnis; Weltdeutung und Menschenbilder im Vergleich; Sozialkunde: Kommunikation und Medien;

-    Lernfeld II: Was soll ich tun? (Ethik und Moral); Menschen und Gemeinschaft; Lebensgestaltung; Normen und Werte; Verantwortung; Sozialkunde: Menschenrechte, Rechtsprechung, Demokratie als Herrschaftsform;

-    Lernfeld III: Was kann ich hoffen und glauben? (Religiöse Glaubenswelten und –lehren); Weltreligionen (Hinduismus, Buddhismus, Christentum, Islam, Judentum); Bedürfnis nach Sinn bzw. Gott; Bedeutung und Kritik der Religion(en); Rituale, Symbole und Tabus;

-    Lernfeld IV: Was ist der Mensch? (Anthropologie); menschliche Existenz (Geburt/ Tod, Glück/ Leid, Körper/ Seele); der Mensch – Krone der Schöpfung?; Mensch und Natur/ Arbeit/ Technik; Sozialkunde: Wirtschaft- und Arbeitsleben, Vorbereitung und Auswertung des Betriebspraktikums.


Im praktischen Unterricht geht es um folgende Fragen, die uns in unserem Alltag betreffen: Wer bin ich? Wozu sind wir auf der Welt? Worauf freue ich mich? Was wünsche ich mir? Wer ist der oder die Andere? Wer ist mein Freund? Was tue ich, wenn ich traurig bin? Was heißt Freiheit? Was ist eine gerechte Gesellschaft? Muss ich mich an Regeln halten? Wie stelle ich mir meine Zukunft vor? Wie zuverlässig ist die Wissenschaft? Muss man alles beweisen? Was ist logisch? Kann mein Computer denken? Können Pflanzen glücklich sein? Gibt es einen Gott? Geschieht etwas nach dem Tod? Wenn ja, was? Wer waren Jesus, Mohammed und Buddha? Sind Bar Mizwa, Beschneidung, Kommunion, Jugendweihe und Konfirmation etwas Ähnliches?

In manchen 7. oder 8. Klassen werden in Absprache mit der Elternschaft einige Themen in Kooperation mit einer/m ReligionslehrerIn unterrichtet, der Ethikunterricht ist jedoch weder Religions- noch Weltanschauungsunterricht, d.h. es findet keine Vermittlung von Inhalten und Denkweisen im Sinne eines geschlossenen Weltbildes mit einer einheitlichen und ganzheitlichen Deutung aller Lebens- und Sinnfragen und einer davon bestimmten Lebensorientierung statt. Er soll vielmehr für alle Jugendlichen – ungeachtet ihrer religiösen oder weltanschaulichen Orientierung – als Angebot geeignet sein, um sie zu befähigen, im Rahmen eines demokratisch-pluralistischen Gemeinwesens reflektiert Entscheidungen zu treffen. Hierbei werden jederzeit aktuelle Themen und Entwicklungen berücksichtigt.


 

 

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